Subventionen von Kleinstflughäfen



Lufthansa Politikbrief 05/2005
Lufthansa
Politikbrief 05/05
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Unverantwortliche Verschwendung gesamtwirtschftlicher Ressourcen

(IGF).
Die Lufthansa berichtet in ihrem Politikbrief vom Januar 2005, daß in Lübeck die Fluggesellschaft Air Berlin gegen die Stadt als Betreiberin des dortigen Flughafen geklagt habe. Trotz hoher Verluste des Flughafens seien dort Beihilfen in "Millionenhöhe" geflossen, die letztlich dem irischen Billigflieger Ryanair zu Gute kommen. Zudem treibe die schleswig-holsteinische Landesregierung den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Kiel-Holtenau voran, an dem trotz Unterauslastung der Kapazitäten weitere 50 Mio Euro investiert werden. "Hier werden öffentliche Gelder wissentlich für kommunale Prestigeobjekte verschwendet und Steurgelder in nicht benötigte Infrastruktur eingesetzt, statt sie zu bündeln und so leistungsfähige Standorte zu entwickeln", so die Lufthansa weiter.

Ähnliches gilt auch in Süddeutschland. Daß in Schwaben gleich drei Flughafenprojekte, nämlich Augsburg, Lechfeld und Memmingen um öffentliche Mittel ringen, wird von der Lufthansa ebenso kritisiert.

Die Lufthansa betont, daß bereits heute schon zwei Drehkreuze und sechs weitere große Flughäfen über 90 Prozent des Passagieraufkommens abdecken, Tendenz steigend. Hier eingesetzte Mittel würden zu einer effizienten Weiterentwicklung des Luftverkehrsstandortes beitragen. "An den übrigen Standorten über Subventionen künstlich Nachfrage zu generieren, stellt eine Verschwendung gesamtwirtschaftlicher Ressourcen dar. Die Ausbauvorhaben in Kiel, Lübeck, Münster und im bayerischen Teil von Schwaben gefährden mit subventionerten Preisen die Existenz wirtschaftlich gesunder Flughäfen und Airlines", so die Lufthansa.

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen...! (Anm.d.Red)

   
Quelle: Lufthansa Politikbrief - Informationsdienst für Entscheider in Politik, Medien und Wirtschaft. Nachzulesen unter www.lufthansa.de zurück
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